Geschichte eines Namens

Am Anfang steht die Idee. Sie repräsentiert das rudimentäre Geschäftsmodell und wird in einem iterativen Prozess weiterentwickelt. Chancen abwägen. Risiken abschätzen. Das Ganze bewerten und schließlich die Entscheidung treffen, die die Welt verändert.

Danach beginnt die Pflicht. Einen Businessplan braucht man auf jeden Fall, aber der spiegelt im Wesentlichen das Geschäftsmodell wieder. Natürlich viel detaillierter und mit Aussagen zu den Rahmen-bedingungen und einer klaren Positionierung im künftigen Markt.

Auch die Frage nach der Rechtsform ist meist rasch geklärt.

Dann noch rasch einen Gesellschaftsvertrag aufsetzen oder aufsetzen lassen. Oder einfach mal im Internet recherchieren. Da gibt es einiges Brauchbares.

Und wenn man dann die passende Vorlage gefunden hat, ist alles andere nur noch Makulatur.

softwerk: Das Wort gefiel uns, das hatte was. Gibt es zwar schon in unterschiedlichen Variationen. Also einfach noch das Wort technologies als weitere Variation angehängt und schon kann’s losgehen. Wenn da das Markenrecht nicht wäre. Der Name war leider schon als Marke eingetragen und darf daher nicht verwendet werden. Das haben wir aber erst gut 12 Monate später bemerkt. Und diese Monate haben gezeigt, dass „softwerk technologies gmbh Patrick Jox guten Tag“ zu einem echten Zungenbrecher werden kann, wenn man das am Telefon sagen muss.

Also noch mal zurück auf Los. Die Gunst der Stunde des anstehenden Umzugs nutzen und in der gleichen Kampagne gleich die Umfirmierung vollziehen. Nur noch schnell einen anderen Namen aussuchen und dann...

Moment! Was heißt hier schnell den Namen aussuchen? Woraus aussuchen und vor allem wieso schnell? Schließlich ist der Name der Bestandteil einer Unternehmung, der als erstes von der Außenwelt wahrgenommen wird. Er will also gut ausgesucht sein. Ah, da ist es wieder das Wort: Aussuchen? Wieso aussuchen. Gibt es etwa eine Liste mit Firmennamen, aus der man sich wie beim eigenen Kind einen pas-senden Namen aussuchen kann? Nun theoretisch gibt es das schon. Es nennt sich Telefonbuch oder Wer liefert was oder auch Gelbe Seiten. Jede Menge mehr oder weniger schöne Namen von Firmen stehen darin. Das Problem dabei: All’ diese Firmen gibt es ja bereits und vermutlich sind Sie nicht besonders erfreut, wenn man den gleichen Namen wie sie benutzt. Soweit also zum Aussuchen. Ersetzen wir das Wort also mal durch finden.

Als Softwarehaus, gehen wir da natürlich sehr strukturiert vor:

Welchen Anspruch haben wir an den Namen? Eigentlich keinen. Na ja OK, ein oder zwei Randbedingungen fallen uns da schon ein:

Einzigartig soll er sein und cool. Unser Business soll er repräsentieren und natürlich auch uns selbst, die Personen. Kurz und doch aussage-kräftig. Eindrucksvoll und einprägsam. Gut zu sprechen? Ja auch! Domains? Klar die Top Level Domains (.com, .de, .net und .info) sollten frei sein, aber das versteht sich ja von selbst. Fehlt noch was? Ach ja das wichtigste. Er muss uns allen gefallen. Und zwar so gut, dass wir uns gut fühlen wenn wir Ihn aussprechen!

„Nichts leichter als das, komm mit!“ sagte Frederick und ging mit Piggeldy...

... auf die Suche. Am Anfang sprudelten die Ideen nur so. Beliebige Kombinationen von Worten, mit denen sich unser Business so gerne schmückt. Alles belegt. Na gut, dann halt mehr Worte und abgekürzt. Alles belegt. Gut dann suchen wir nur in Wort mit dem wir uns identifizieren können, vielleicht noch allgemein positiv besetzt? Belegt!

Dieses Spiel haben wir in ungezählten Variationen durchgespielt. Ein Wörterbuch für Kisuaheli sind wir auch schon durchgegangen und auch Lateinische Texte wurden schon nach aussagekräftigen Wörtern durchsucht. Ergebnis: Alles was sich sprechen lässt und zumindest phonetisch im Bereich des Gefallens lag, gibt es schon.

So kam es dann zum ultimativen Approach: Namen von Bergen, Flüssen und Kletterrouten. Und da hat sich tatsächlich etwas entwickelt. Wobei eigentlich alles mit einem Missverständnis begann. „Cup 75 B“ so heißt tatsächlich ein Kletterroute. Die Analogie zur Körbchengröße fällt zwar im geschriebenen Wort sofort auf. Der Autor dieser Zeilen hat das aber als KAP 75 mit der Schwierigkeitsstufe B verstanden (richtig, er ist nicht wirklich ein erfahrener Bergsteiger). Dieses KAP hat sich dann festgefressen und wurde dann durch Klaus’ Ehefrau auf Kapaya abgerundet. Und das war’s. Kapaya ist unbelastet, kurz, spricht sich gut und kann kaum falsch verstanden werden. Und vor allem: alle Domains sind noch frei. Aber wo bitte ist der Bezug zur Softwareentwicklung? Richtig nirgends. Aber das haben wir mittlerweile gelernt. Die eierlegende Wollmilchsau werden wir wohl nicht finden!

In der Folge gab es dann mehr oder weniger (mehr weniger) glückliche Versuche dem Namen nachträglich eine Historie zu geben. So zum Beispiel: Klaus and Patrick Ah ja. Alle diese Versuche wirkten verkrampft und konstruiert, was sie ja letztlich auch waren.

So haben wir uns entschlossen die tatsächliche Geschichte niederzuschreiben. Denn: Genauso ist die kapaya software gmbh zu ihrem Namen gekommen.

 


kapaya software gmbh - Freiburger Str. 6 - 79199 Kirchzarten